Burnout und Projektmanagement – Die Studienergebnisse

von Sabine am 17. April 2015

Im Dezember hatten wir zur Teilnahme an der Work-Life-Balance-Umfrage des Softwareherstellers InLoox aufgerufen. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

Die Kombination der Themen Projektmanagement und Burnout ist leider alles andere als abwegig: Gerade Projektmanager sind in ihrem Berufsalltag vielen Risikofaktoren für einen Burnout ausgesetzt: Mehrere Projekte, die parallel zu stemmen sind, enge Terminvorgaben, knappe Ressourcen, ungeduldige Kunden. Hinzu kommen zahlreiche Meetings, Telefonkonferenzen und E-Mails, die bearbeitet werden wollen. Da braucht es einen gesunden Ausgleich, um sich frisch gestärkt den Herausforderungen des Projektes stellen zu können.

Der Hersteller der Projektmanagement-Software InLoox wollte in seiner Studie unter 220 Teilnehmern herausfinden, welches die größten „Ausbrenner“ im Berufsalltag sind und welche Stellschrauben es zu drehen gilt, um eine gesunde Balance zwischen erfülltem Arbeitsleben und entspannter Freizeit zu schaffen.

Jeder zweite Mitarbeiter fühlt sich unter Zeitdruck

  • Nur rund die Hälfte der befragten Mitarbeiter in der Studie hat das Gefühl, ausreichend Zeit für die wichtigen Aufgaben zu haben.
  • Immerhin jeder fünfte Mitarbeiter fühlt sich bereits erschöpft, bevor der Arbeitstag überhaupt begonnen hat.
  • 19 Prozent der Mitarbeiter und 12 Prozent der Vorgesetzten fürchten, irgendwann einen Burnout zu erleiden.
  • Außerdem verbringen 60 Prozent der Teilnehmer zwischen eineinhalb und zweieinhalb Stunden täglich damit, ihre elektronische Post zu bearbeiten.
  • Nur jeder 20. Befragte kann sich ausschließlich auf ein Projekt konzentrieren, alle anderen bearbeiten mehrere Projekte parallel.

Ein überraschender Befund der Studie: Vorgesetzte und Selbstständige sind in vielen Aspekten ihres Berufslebens zufriedener und weniger gestresst als Mitarbeiter, die einen Vorgesetzten oder eine Vorgesetzte über sich haben. Fast alle Vorgesetzten (98 Prozent) haben das Gefühl, dass ihre Arbeit wertgeschätzt wird. Bei den Mitarbeitern sind es mit rund 80 Prozent deutlich weniger. Ein deutlicher Unterschied wird auch bei der Gehaltszufriedenheit sichtbar: Während 85 Prozent der Vorgesetzten mit ihrem Gehalt zufrieden sind, können dies nur 60 Prozent der Mitarbeiter von sich behaupten.

Vorgesetzte sind zufriedener

Auch die Themen Arbeitsbelastung, Zeitdruck, erfolgreiche Konfliktlösung und das Übergreifen von Stress ins Privatleben beurteilen Vorgesetzte deutlich positiver als Mitarbeiter.

Wertschätzung beeinflusst maßgeblich das Stressempfinden

Neben der Position in der Hierarchie ist die empfundene Wertschätzung der eigenen Arbeit ein entscheidender Faktor für das subjektive Stressempfinden. Wer Gefühl hat, keine Anerkennung für die eigene Leistung zu erhalten, ist nicht nur gestresster. Auch die Wahrscheinlichkeit, dass der Stress aus dem Beruf ins Privatleben durchschlägt, ist höher. Die Mehrheit (80 Prozent) derjenigen, die das Gefühl haben, dass sie keine Wertschätzung für ihre Arbeit erfahren, gibt an, dass ihr Beruf sich negativ auf ihr Privatleben auswirke. Von denjenigen, die sich im Arbeitsalltag wertgeschätzt fühlen, sagt nur die Hälfte, dass ihr Job ihr Leben außerhalb der Arbeit negativ beeinflusse.

Das Whitepaper mit den detaillierten Ergebnissen der Studie bietet InLoox hier zum Download an.

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