Fertigstellungswertx
Eine Fortschrittsbewegung nur auf Basis der „verbrauchten Zeit“ oder „verbrauchter Kosten“ bezeichnet man im Projektmanagement als eine der übelsten „Todsünden“. Diese Vorgehensweise ist nämlich nur dann zufällig richtig, wenn zum Stichtag alle Plandaten strikt eingehalten wurden. Dies trifft in den wenigsten Fällen zu. Also greift man immer auf die Messung des Fertigstellungswerts und des Fortschrittgrades zurück. Nur so kann das Projektmanagement verhindern, dass der Projektfortschritt und das Projektziel auseinander laufen. So handelt es sich im Konkreten bei Fertigstellungswert um die dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Kosten eines Vorgangs, eines Arbeitspaketes oder insgesamt eines Projektes. Das ist quasi das finanzielle Gegenstück zum Fertigstellungsgrad. Heute setzt das Projektmanagement den Fertigstellungswert mit dem den Fertigstellungsgrad entsprechenden Kosten gleich. Um niemanden zu verwirren, spricht man im Englischen synonym vom Earned Value oder wenn man einen nicht standardisierten Begriff verwenden möchte, kann man auch von den Fertigstellungskosten sprechen. Dabei misst das Projektmanagement die Planerfüllung von Projekten anhand von Kennzahlen. Es werden zu einem definierten Stichtag die geplanten Kosten mit den erbrachten Leistungen verglichen. Die Grundlagen sind der Planwert, die aktuellen Kosten und der Leistungswert.
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