Netzplan

Die Netzplantechnik im Projektmanagement ist ein Verfahren zur Analyse, Beschreibung, Planung, Steuerung und Überwachung von Abläufen. Diese Technik gründet sich auf der Graphentheorie aus der Mathematik: Zeit, finanzielle Aufwendungen, technischer und materieller Aufwand und andere Ressourcen werden dabei berücksichtigt. Graphisch bzw. tabellarisch werden Prozesse, Ereignisse und ihre Abhängigkeiten und Wechselwirkungen dargestellt. Besonders in der Terminplanung greift ein gutes Projektmanagement auf diese Technik zurück.

Vier Fragen sollte das Projektmanagement bei der Erstellung eines Netzplans im Sinn behalten:

  1. Welche Dauer ist für den Abschluss des Projekts vorgesehen? Welche Risikofaktoren müssen hier beachtet werden?
  2. Welche Aktivitäten sind kritisch, d.h. können bei Verzögerungen oder Nichtgelingen den Fortgang des Gesamtprojekts ernsthaft gefährden?
  3. Läuft das Projekt im Einklang mit dem Zeitplan oder wird es früher oder – was natürlich alarmierender ist – später fertig?
  4. Falls die Fertigstellung des Projekts sich aus irgendwelchen Gründen zeitlich nach vorne verlagern soll: Wie kann eine Beschleunigung unter dem kleinsten möglichen Kostenaufwand bewirkt werden?

Ein erfahrener Projektmanager weiß: Es sind einzelne Aktivitäten, die den Verlauf des Gesamtprojekts bestimmen – meist die, die sich als längster Pfad durch den Netzplan ziehen. Diese kritischen Aktivitäten gilt es, früh zu erkennen, und auf diese sollte sich das Projektmanagement auch konzentrieren. Die übrigen Aktivitäten sind sogenannte „unkritische Aktivitäten“: Eine Revision der Pläne in diesem Bereich bedeutet nicht automatisch eine Beeinflussung des Gesamtprojekts.