Paretodiagramm
Das Paretodiagramm ist ein spezielles Säulendiagramm, das nach Vilfredo Pareto, einem Oekonomen aus Italien, benannt wurde. Die Besonderheit des Paretodiagramms liegt in der Anordnung der Säulen nach der Grösse. Die Säule mit dem höchsten Wert steht dabei ganz links, die mit dem Kleinsten ganz rechts.
Das Paretodiagramm wird in der Statistik häufig verwendet. Es spiegelt die Idee wieder, dass ein Problem zwar viele Auswirkungen, in der Regel aber nur eine begrenzte Anzahl von Ursachen hat. Diese Vorstellung wird als Paretoprinzip bezeichnet. Ziel ist es also die Hauptursachen, die zum Auftreten eines gewissen Problems führen, herauszufiltern. Die Säulen im Diagramm stellen dabei die Ursachen dar. Durch die Anordnung nach Grösse findet quasi eine Zuweisung der Bedeutung statt. Die grösste Säule verdeutlicht somit die Ursache mit dem grössten Einfluss. Je weiter man sich auf der Achse nach rechts bewegt, desto geringer ist die Bedeutung für das Auftreten des Problems. Man spricht von einer Paretoverteilung.
In der praktischen Anwendung hat die Darstellung im Paretodiagramm vor allem den Vorteil, dass die wichtigsten Komponenten auf den ersten Blick zu erfassen sind. Werden die Hauptursachen eines Problems nach der Aufstellung im Diagramm abgearbeitet und behoben, ist bereits der Grossteil aller Ursachen überhaupt erledigt. Das ermöglicht ein effizientes Arbeiten ohne Streuverluste in der Ressourcenplanung. Schwierig ist mitunter die Festlegung der Faktoren und der Messgrössen. Sinnvoll ist es metrisch erfassbare Daten zu wählen, wie zum Beispiel die Häufigkeit mit der eine Ursache in Beschwerdebriefen genannt wird, die damit in Verbindung stehenden Kosten oder die Auftretenswahrscheinlichkeit. Einflussfaktoren wie die Relevanz müssen durch Zuweisung von Grössenordnungen messbar gemacht werden.
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