Wegdivergenz
Allgemein wird Divergenz definiert als Auseinanderentwicklung zweier Objekte oder Prozesse ausgehend von einem Ursprung. Logischerweise ist dann das Gegenteil die Konvergenz. Im Projektmanagement handelt es sich bei der Wegdivergenz um das Erweitern oder Generieren paralleler Netzplanwege für Terminpläne aus demselben Knoten in einem Netzplandiagramm eines Projektterminplans.
Ein Beispiel aus der Welt der Mikrofinanzen. Weltweit vergeben kleine Geldinstitute oder Kooperativen günstige Kleinkredite, vor allem an Frauen, die sich damit eine neue Lebensgrundlage schaffen als Unternehmerinnen. Ein riesiger Erfolg in der Entwicklungspolitik. Mit traditionellen westlichen Finaninstitutionen ist dies nicht machbar. Es verdeutlicht , wie wenig unter westlichen Bedingungen mit 50 oder 5.000 Euro angefangen werden kann und wie vergleichsweise schwer selbst bescheidene Mittel ohne Sicherheiten und nachweisbare Einkünfte auf marktwirtschaftliche Weise beschaffbar sind. Solche Divergenzen könnten es nicht nur für Konzerne, sondern auch auf Normalebene interessant machen, außerhalb der sich einmauernden westlichen Hochlohnländer mit ihrem analog hohen Lebenskostenniveau ohne die früheren Attitüden „etwas zu unternehmen“, wenn daheim mit geringem Startkapital keine Chancen gesehen werden.
Divergenz der Wege ist im Projektmanagement durch einen Terminplanvorgang mit mehr als einer Folgeaktivität gekennzeichnet. Wenn das Projektmanagement dies auch als Chance sieht, einmal etwas unkonventioneller an eine Sache oder ein Problem hranzugehen, sind die daraus gesammelten Erfahrungen um so wichtiger – negativ wie positiv.
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