Die Organisation als Spielfeld

by Tom on 29. November 2011

Organisationen kann man als Werkstätten, Kapitalverschiebebahnhöfe oder Endlos-Palaver-Meeting-Marathons verstehen (Dirk Baecker: „wer arbeitet, kommuniziert“).
Oder als großes Spiel.
Wer seine Spielergebnisse dort verbessern – sprich: beruflichen Erfolg haben – will, kommt nicht umhin, die zentralen Spielregeln zu kennen, ja sie zu mögen (Boris Becker: „Du musst das Spiel selbst lieben“).

Unter dem Motto “Wissen, was in Organisationen gespielt wird” liefert das Blog www.relevant-sets.org Wissen zu Mustern, Macht und Mikropolitik in Unternehmen und Institutionen. Hinterlegt mit den relevanten Theorien aus Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, werden Spiele, Spielmacher und Bluffs portionsweise, prägnant und erhellend vorgestellt: wie beim „Drama-Dreieck“ immer der andere Schuld hat; wie mit dem Begriff „Performance“ geblufft wird, und was so geniale Spielmacher und -versteher wie Jose Mourinho oder Heinz von Foerster dazu beitragen.
Für die Güte der Inhalte sorgt u. a. Theresia Volk, die mit ihrem Buch “Unternehmen Wahnsinn” auf der diesjährigen Shortlist für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis steht.

{ 0 comments }

Ähnliche Beiträge:

  • Projektbasierte Organisation Projektbasierte Organisationen sind beispielsweise diejenigen, die ihre Einnahmen hauptsächlich durch die Durchführung von Projekten unter Vertrag für andere erhalten –...
  • Organisation Jeder von uns kann mit dem Wort “Organisation” etwas anfangen, denn jeder ist im Alltag auf eine gut durchdachte Organisation...
  • Wissensgebiet im Projektmanagement Hierbei handelt es sich im engeren Sinne um einen bestimmten Bereich im Projektmanagement, der durch seine Wissensanforderungen umrissen und anhand...
  • Wissen „Ich weiß, dass ich nichts weiß“ – dieser berühmt Satz des Philosophen Sokrates zeigt schon die Problematik auf: Es wäre...
  • Faktoren der Unternehmensumwelt Hierbei handelt es sich um ein sehr umfangreiches Thema, da sich einzelne oder externe Umweltfaktoren sowie interne organisationsbezogene Umweltfaktoren auf...

Projektmanagement-Buch

by Tom on 27. January 2011

Das Projektmanagement-Buch wird nicht mehr bei Hanser erscheinen. Stattdessen werde ich es  hier direkt und kostenlos als eBook zum Download anbieten und/oder das Buch einfach als Webseiten einbinden.

Ein eBook offiziell (also bei Amazon und iTunes auffindbar) herauszubringen ist nicht ganz so einfach, wie ich es mir vorgestellt hatte. Denn eigentlich wollte ich, dass das Buch sowohl als richtiges Buch bei Amazon oder im Buchhandel gekauft werden kann, zum anderen wollte ich gleichzeitig ein “lebendes” Buch hier auf der Webseite anbieten, d.h. alle Leser, die entweder das gedruckte Buch oder das eBook gekauft haben, sollten hier immer auf eine aktualisierte Version zugreifen können. Diese Aktualisierungen sollten durch Leserkommentare, neue Entwicklungen sowie Korrekturen stattfinden. Jeder Leser sollte die Kommentare eines anderen Lesers sehen können. Ein transparentes Buch also.

Das ist aber anscheinend so nicht möglich. Ein Buch via Print on Demand drucken zu lassen ist einfach. Aber die Dienstleister scheinen auch das eBook als Einnahmequelle entdeckt zu haben, und so ist eine Trennung von eBook und gedrucktem Buch nicht ohne Weiteres möglich; entweder ein solcher Verlag vermarktet beides oder gar nix. Auch die Vorstellung eines lebenden Buchs, das mitunter mehrmals in der Woche aktualisiert wird, passt nicht in die Verlagswelt. Jedes Buch bekommt eine ISBN, und jede ISBN steht für eine spezifische Version eines Buches. Darum hat die 2. Auflage eines Buches also auch eine andere ISBN als die 1. Auflage. Macht auch Sinn, schließlich möchte man unter der Angabe einer ISBN nicht eine veraltete Auflage erhalten. Aber was macht man mit einem Buch, das wie eine Software öfter aktualisiert wird? Eine Zwischenlösung wäre für mich gewesen, Versionsnummern wie bei einer Software zu vergeben, wobei die Version 2.1 für die zweite Auflage stünde mit einer kleineren Aktualisierung. Für ein größeres Update zahlt man, für eine kleinere Aktualisierung halt nicht. Dieses Konzept ist den Verlagen fremd.

Was ist für den Leser am besten? Sicherlich ist ein gedrucktes Buch für viele immer noch die primäre Nutzungsform. Sicherlich ist das gedruckte Buch auch vertrauenswürdiger, man glaubt dem “Schwarz auf weiß” mehr, und der Autor eines gedruckten Buches hat mehr Autorität. Ich könnte einen eigenen Verlag gründen, das Problem mit der ISBN und den Rechten für das gedruckte und das elektronische Buch wären geklärt usw. Die Zeit habe ich aber nicht, mir kommts auch nicht auf die Autorität oder das Geld an. Das Thema interessiert mich, und diese Seite ist eine Gedankensammlung und ein Nachschlagewerk, das ich für mich selber angelegt habe, weil ich das PMBOK zu kompliziert fand. Und natürlich gibt es auch beim gedruckten Buch Unterschiede, “Selbstverlag” oder “Eigenverlag” klingt gleich nach “war wohl nicht gut genug für einen richtigen Verlag”, und wer nur im Internet publiziert, nun ja, das kann ja jeder.

Auf der anderen Seite veralten viele Bücher schneller als einem lieb ist, die erste Auflage meines Web 2.0-Buchs war schon nicht mehr aktuell, als sie im Buchhandel ankam, obwohl das Manuskript nur zwei Monate vorher abgegeben worden war. Das gedruckte Buch hat also auch Nachteile für den Leser. Nun verändert sich beim Thema Projektmanagement nicht so schnell etwas wie bei einer Software, aber soll ich mein Buch immer nur dann verändern, wenn eine Auflage ausverkauft ist und/oder eine Buchmesse ansteht?

Mir ist das alles zu kompliziert. Das Buch ist fertig und muss nun noch irgendwie konvertiert werden in eine kompatible Form für diese Seite und den Kindle. Update folgt.

{ 2 comments }

Ähnliche Beiträge:

Untersuchungen zeigen, dass Komplexität die Projektarbeit stark beeinflusst; beispielsweise kann die fachliche Komplexität des Projektinhalts Auswirkungen auf die Zusammensetzung des Projektteams haben. Beratungsprojekte sind aufgrund der Beteiligung von unternehmensexternen Mitarbeitern ein Sonderfall, da sich z.B. die Zusammenarbeit zwischen den Projektbeteiligten in der Regel komplexer gestaltet.

Diese Sonderrolle der Beratungsprojekte greift das Strascheg Institute for Innovation and Entrepreneurship der EBS Business School auf und führt in Zusammenarbeit mit der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. eine Studie zum Thema Komplexität in Beratungsprojekten durch.

Die Studie zielt darauf ab, folgende Kernfragen zu beantworten:

  • Welchen Einfluss hat Komplexität auf Beratungsprojekte?
  • Was sind wesentliche Komplexitätstreiber in Beratungsprojekten?
  • Beeinflusst Sozialkapital die Komplexität von Beratungsprojekten?
  • Existiert in Beratungsprojekten ein Zusammenhang zwischen Komplexität und Projekterfolg?
  • Welche Strategien können zur Komplexitätsreduktion genutzt werden?

Bei der Studienauswertung wird besonderer Wert auf sowohl wissenschaftlich als auch praktisch verwertbare Ergebnisse gelegt.

Zielgruppe sind Beratungskunden sowie alle Berater und direkte Projektbeteiligte (vom Consultant bis zum Senior Partner, Projektassistenten, …).
Als Mehrwert bekommen die Studienteilnehmer kostenfrei ein Exemplar des praxisorientierten Ergebnisberichts.

Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen und den Fragebogen:

http://www.unipark.de/uc/consulting-project-complexity/?a=1&b=net

Studienleitung: Dipl. Wi.-Ing. Bastian Hanisch, bastian.hanisch@ebs-siie.de



{ 0 comments }

Ähnliche Beiträge:

  • Neue Projektmanagement-Studie läuft Für eine Studie zum Thema ‘Fakten und Trends zum Projektmanagement im deutschen Mittelstand’, die von der Haufe Akademie in Kooperation...
  • Kooperation zwischen PMI und IPMA Das PMI (Project Management Institute) mit Sitz in den USA und die IPMA (International Project Management Association) mit Sitz in...
  • Kosten der geleisteten Arbeit Kosten der geleisteten Arbeit beziehen sich im Projektmanagement manchmal nur auf direkte Arbeitsstunden, direkte Kosten oder auf alle Kosten einschließlich...
  • Kostenerstattungsvertrag Der Kostenerstattungsvertrag ist eine ähnlich wie in anderen Geschäftsfeldern im Projektmanagement eine Vertragsart, bei der der Käufer dem Verkäufer die...
  • Einsatzmittelbedarfsplanung Einfach definiert, handelt es sich im Projektmanagement um die Schätzung des Einsatzmittelbedarfs für den Vorgang, also der Art und Menge...

Online-Championship der Fachhochschule Koblenz und Can Do GmbH

September 10, 2010

iPad-Verlosung unter allen Teilnehmern als Sonderpreis unabhängig der Platzierung (München, 09.09.2010) In den nächsten Tagen startet die erste Deutsche Meisterschaft im Projektmanagement. Über 300 Praktiker aus Unternehmen und Organisationen werden als Teilnehmer dieses von der Fachhochschule Koblenz und dem Lösungsanbieter Can Do GmbH gemeinsam durchgeführten Online-Wettbewerbs erwartet. Ergänzend zu den Preisen für die ersten drei Plätze wird unter allen Teilnehmern [...]

Vollständigen Artikel lesen →

Projektmanagement-Buch

May 2, 2010

Es ist schon lange angekündigt, aber nun scheint es so, als ob ich tatsächlich mal fertig werde mit diesem Buch, das aufgrund vieler Turbulenzen zurückstehen musste. In dieser Woche gebe ich das Manuskript an den Verlag, wo es erst lektoriert und nach Korrektur des Textsatzes gedruckt wird, und so ist das Projektmanagement-Buch nicht nur vorbestellbar, [...]

Vollständigen Artikel lesen →

Testen Sie Ihr Projektmanagement-Wissen!

March 3, 2010

Nur 10 Fragen, deren Beantwortung insgesamt nicht länger als 5 Minuten dauern sollte. Aber diese Fragen haben es bereits in sich Testen Sie Ihr Projektmanagement-Wissen und lassen Sie mich wissen, ob Sie weitere solche Tests gerne auf dieser Seite sehen wollen!

Vollständigen Artikel lesen →

Kooperation zwischen PMI und IPMA

February 4, 2010

Das PMI (Project Management Institute) mit Sitz in den USA und die IPMA (International Project Management Association) mit Sitz in der Schweiz sind die beiden Institutionen, die die Projektmanagement-Fahne hochhalten. Beide haben dasselbe Ziel: Allgemein anerkannte Zertifikate für Projektmanager. Bis heute hält sich das Problem, dass Menschen, die sich durch bestimmte Qualifikationen auszeichnen ebenso Projektmanager [...]

Vollständigen Artikel lesen →

10 Zeichen, dass Ihr Projektmanager ein Stümper ist

December 8, 2009

Zum Jahresschluß noch etwas humorvolles, denn diese Aufstellung ist natürlich NICHT ernst gemeint, ein Fünkchen Wahrheit steckt aber schon drin Ansonsten wünsche ich allen Besuchern und Lesern dieses Blogs ein Frohes Fest und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr, sofern ich nicht mehr dazu komme, dieses Jahr noch einmal etwas zu schreiben. Und nun zu [...]

Vollständigen Artikel lesen →

Sicher ist nur die Unsicherheit

October 24, 2009

Stefan (sorry, dass ich wieder einen Deiner Posts als Inspiration nehme) schreibt über die Unsicherheit: Aber eines ist sicher: Die Zeiten der Stabilität, Sicherheit und Planbarkeit sind vorbei. Alles wird schneller, dynamischer, komplexer und damit auch vielfach riskanter. Ich frage mich, ob das wirklich stimmt. Schaut man zurück in die Geschichte, so ist da wenig [...]

Vollständigen Artikel lesen →

PM-Standards als Allheilmittel

September 2, 2009

Stefan zweifelt an, dass PM-Standards ein Allheimittel sind zur Vermeidung von Projektfehlern. Da stimme ich a priori erst einmal zu: Nur weil ein Standard genutzt wird, heißt das noch lange nicht, dass das Projekt nicht gegen die Wand fährt. Aber ich habe Probleme, Stefans weiteren Ausführungen zu folgen. Denn Stefan geht davon aus, dass ein [...]

Vollständigen Artikel lesen →