Projektmanagement-Buch

von Tom am 27. Januar 2011

Das Projektmanagement-Buch wird nicht mehr bei Hanser erscheinen. Stattdessen werde ich es  hier direkt und kostenlos als eBook zum Download anbieten und/oder das Buch einfach als Webseiten einbinden.

Ein eBook offiziell (also bei Amazon und iTunes auffindbar) herauszubringen ist nicht ganz so einfach, wie ich es mir vorgestellt hatte. Denn eigentlich wollte ich, dass das Buch sowohl als richtiges Buch bei Amazon oder im Buchhandel gekauft werden kann, zum anderen wollte ich gleichzeitig ein „lebendes“ Buch hier auf der Webseite anbieten, d.h. alle Leser, die entweder das gedruckte Buch oder das eBook gekauft haben, sollten hier immer auf eine aktualisierte Version zugreifen können. Diese Aktualisierungen sollten durch Leserkommentare, neue Entwicklungen sowie Korrekturen stattfinden. Jeder Leser sollte die Kommentare eines anderen Lesers sehen können. Ein transparentes Buch also.

Das ist aber anscheinend so nicht möglich. Ein Buch via Print on Demand drucken zu lassen ist einfach. Aber die Dienstleister scheinen auch das eBook als Einnahmequelle entdeckt zu haben, und so ist eine Trennung von eBook und gedrucktem Buch nicht ohne Weiteres möglich; entweder ein solcher Verlag vermarktet beides oder gar nix. Auch die Vorstellung eines lebenden Buchs, das mitunter mehrmals in der Woche aktualisiert wird, passt nicht in die Verlagswelt. Jedes Buch bekommt eine ISBN, und jede ISBN steht für eine spezifische Version eines Buches. Darum hat die 2. Auflage eines Buches also auch eine andere ISBN als die 1. Auflage. Macht auch Sinn, schließlich möchte man unter der Angabe einer ISBN nicht eine veraltete Auflage erhalten. Aber was macht man mit einem Buch, das wie eine Software öfter aktualisiert wird? Eine Zwischenlösung wäre für mich gewesen, Versionsnummern wie bei einer Software zu vergeben, wobei die Version 2.1 für die zweite Auflage stünde mit einer kleineren Aktualisierung. Für ein größeres Update zahlt man, für eine kleinere Aktualisierung halt nicht. Dieses Konzept ist den Verlagen fremd.

Was ist für den Leser am besten? Sicherlich ist ein gedrucktes Buch für viele immer noch die primäre Nutzungsform. Sicherlich ist das gedruckte Buch auch vertrauenswürdiger, man glaubt dem „Schwarz auf weiß“ mehr, und der Autor eines gedruckten Buches hat mehr Autorität. Ich könnte einen eigenen Verlag gründen, das Problem mit der ISBN und den Rechten für das gedruckte und das elektronische Buch wären geklärt usw. Die Zeit habe ich aber nicht, mir kommts auch nicht auf die Autorität oder das Geld an. Das Thema interessiert mich, und diese Seite ist eine Gedankensammlung und ein Nachschlagewerk, das ich für mich selber angelegt habe, weil ich das PMBOK zu kompliziert fand. Und natürlich gibt es auch beim gedruckten Buch Unterschiede, „Selbstverlag“ oder „Eigenverlag“ klingt gleich nach „war wohl nicht gut genug für einen richtigen Verlag“, und wer nur im Internet publiziert, nun ja, das kann ja jeder.

Auf der anderen Seite veralten viele Bücher schneller als einem lieb ist, die erste Auflage meines Web 2.0-Buchs war schon nicht mehr aktuell, als sie im Buchhandel ankam, obwohl das Manuskript nur zwei Monate vorher abgegeben worden war. Das gedruckte Buch hat also auch Nachteile für den Leser. Nun verändert sich beim Thema Projektmanagement nicht so schnell etwas wie bei einer Software, aber soll ich mein Buch immer nur dann verändern, wenn eine Auflage ausverkauft ist und/oder eine Buchmesse ansteht?

Mir ist das alles zu kompliziert. Das Buch ist fertig und muss nun noch irgendwie konvertiert werden in eine kompatible Form für diese Seite und den Kindle. Update folgt.

{ 2 Kommentare… unten lesen oder hinzufügen }

Andreas Friedrich 7. Februar 2011 um 10:53 Uhr

Guten Tag,

zur Konvertierung kann ich Doc2Help empfehlen….

Bin auf das Buch gespannt.

Viele Grüße

Sonnenbrillen 24. März 2011 um 17:04 Uhr

Hallo Tom,

einen wirklich nützlichen Tip habe ich für dich. Wenn dein eBook oder ePaper online ist solltest du dir überlegen den Service „Pay with a Tweet“ anzubinden. Eine sehr interessante Sache weil die User dann über das Buch Twittern (das ist sozusagen die Bezahlung). Eine sehr gute Verbreitungsmöglichkeit.

lg aus Bayern, Flo

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